Landgrabbing in Kambodscha – NachDenkSeiten Spezial

Dieser Film ist das erste Produkt einer Recherchereise der NachDenkSeiten-Mitarbeiter Lars Bauer und Jens Berger nach Kambodscha in Kooperation mit der Welthungerhilfe. Ausführliche Hintergrundinformationen erhalten Sie auch auf den Seiten der kambodschanischen NGO LICADHO und bei global witness. Vor einiger Zeit sind auf den NachDenkSeiten zum Themenkomplex bereits die Artikel „Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus“ und „Land Grabbing in Sierra Leone – Widerstand gegen den Neokolonialismus“ erschienen. Die Bilder zur Reise finden Sie bei flickr. Für Leser, die technische Probleme mit vimeo haben, findet sich auch eine Kopie unseres Films auf YouTube. Morgen folgt auf den NachDenkSeiten ein ausführlicher Bericht zum Thema.

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  1. Entsprechendes gilt auch für Laos hinsichtlich mir 2011 vor Ort gezeigter vietnamesischer und chinesischer Kautschukplantagen und hinsichtlich seiner korrupten Machtelite.
    Duldungsstarre der Bevölkerung ist zumindest für Laos Bevölkerung eine unzutreffende Beschreibung. Vielmehr ist die Bevölkerung kulturell von einem zutiefst fatalistisch-friedfertigen Bhuddismus geprägt, der einer „frühkapitalistischer“ Ausbeutung seitens Laos Nachbarländern wenig entgegenzusetzen hat. Laos Machtelite gibt sich dabei mehrheitlich mit der Rolle der Couponschneider zufrieden.
    China hat im Grenzgebiet zu Laos außerdem mehrere Landkreise „gepachtet“, dort die Bevölkerung „umsiedeln“ lassen, um fernab von der Weltöffentlichkeit für seine eigen korrupten Eliten Glückspiel und Prostitution im großen Maße anbieten zu können. (Ist doch besser, wenn man die immensen Schmiergeldeinahmen seinen korrupten Bediensteten selbst wieder aus der Tasche zieht, als daß es andere in Macao tun.)
    Im burmesischen Grenzgebiet zu China verhält es sich nicht viel anders, nur dass in den burmesischen Shan-Staaten die Bevölkerung keinesfalls friedlich ist.
    Historisch sei noch hinzugefügt, daß es zwischen Kampodscha und Vietnam 1975, gleich nach Beendigung der jeweiligen Bürgerkriege zu kriegerischen Grenzstreitigkeiten kam und die Volksrepublik China, sprich Mao Kambodscha dabei tatkräfig unterstützte.

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