Energie vom Acker – weiter so?

Laut einer Studie des International Institute for Sustainable Development aus Kanada, werden in der EU derzeit zwangsweise 1,9 Millionen Tonnen Palmöl dem Diesel  beigemischt. Das entspricht fast einem Drittel der gesamten Palmöl-Importe. Ein Vergleich der letzten Jahre zeigt die dramatische Zunahme der gesetzlich vorgeschriebenen Beimischungspflicht von Pflanzenenergie:

Palmölverbrauch für „Biodiesel“ in der EU

2006: 0,4 Mio. t
2012: 1,9 Mio. t
Zunahme 365%

Quelle: IISD 9-2013: The EU Biofuel Policy and Palm Oil: Cutting subsidies or cutting rainforest?

Worum geht es am Mittwoch, den 13. November 2013?

An diesem Mittwoch berät die EU über das weitere Vorgehen. Soll der Anteil des Biosprits weiter erhöht werden oder nicht? Die EU scheint darüber geteilter Meinung zu sein. Während Länder mit großen landwirtschaftlichen Flächen dafür sind, sind Länder wie Benelux, Finnland und UK dagegen. Von Deutschland weiß man bisher nichts.

Für die aktuell zwangsbeigemischten 1,9 Millionen Tonnen Palmöl werden 7.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt, was enorme Auswirkungen auf die Ökosysteme vor Ort hat. Orang-Utans, Sumatra-Tiger, Borneo-Zwergelefanten, Nashörner und unzählige andere bedrohte Tier- und Pflanzenarten bezahlen für unseren Durst nach Palmöl.

Aber nicht nur Ökosysteme sind betroffen, sondern auch direkt die Menschen vor Ort, wie wir in Sierra Leone erfahren haben.

Schreiben Sie deshalb an Umweltminister Altmaier:

Sehr geehrter Herr Minister,
bitte stoppen Sie sofort die Beimischung von Palmöl zum Diesel.
Palmöl gehört nicht in den Tank!

An: Umweltminister Peter Altmaier
E-Mail: peter.altmaier@bundestag.de
Tel.: 030/227-71072 Fax: 030/227-76540

Protestaktion: EU vernichtet 7.000 Quadratkilometer Regenwald

Mit Kraftstoff vom Acker will die EU Autofahren klimaverträglicher machen. Der an den Tankstellen verkaufte Kraftstoff enthält daher immer höhere Anteile an so genanntem Biosprit.

Quelle: Rettet den Regenwald e.V.

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